Forschungsfrage Formulieren Hypothese Aufstellen Akademische Ghostwriter Gwriters

Video: Forschungsfrage & Hypothesen aufstellen – So wird es gemacht

Wie kann ich effektiv eine Forschungsfrage formulieren und Hypothesen entwickeln? Was ist der Unterschied zwischen den beiden Begriffen? Muss ich für jede wissenschaftliche Arbeit Hypothesen entwickeln? Und was sollte ich noch beachten? – Tipps vom akademischen Ghostwriter

Transkription:

Hallo und herzlich Willkommen zu einem weiteren GWriters-Tutorial. Heute möchten wir uns mit einem wichtigen wissenschaftlichen Thema beschäftigen, das fast in jeder wissenschaftlichen Arbeit vorkommt, nämlich das Thema Hypothese versus Forschungsfrage. Sie werden sich jetzt vielleicht fragen: “Was ist denn überhaupt der Unterschied zwischen einer Forschungsfrage und einer Hypothese?”, und “Ist das nicht das gleiche?” Und genau DAS ist der Fehler, der häufig gemacht wird: Forschungsfrage und Hypothese werden vielfach in einen Topf geschmissen. Und vielfach macht man keine Unterschiede zwischen der Forschungsfrage auf der einen Seite, und der Hypothese auf der anderen Seite. Aber hier gibt es zentrale Unterschiede, die zu beachten sind, und auf die möchte ich gerne heute eingehen. Und Sie sehen schon hier bei der Forschungsfrage eine 1 stehen, und Sie sehen bei der Hypothese eine 2 stehen. Das heißt, die Hypothese baut auf der Forschungsfrage oder den Forschungsfragen auf. Das heißt, es gilt zunächst immer, sich Gedanken zu machen über die Forschungsfrage, und DANN die Hypothese abzuleiten.

Forschungsfrage entwickeln – Das sollte beachtet werden

Widmen wir uns deswegen zuerst auch einmal der Forschungsfrage. Was IST die Forschungsfrage? Bei der Forschungsfrage handelt es sich um die zu untersuchenden oder die zu untersuchende Fragestellung innerhalb Ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Das heißt, wenn Sie sich um die Problemstellung genügend Gedanken gemacht haben, dann kommen Sie eigentlich automatisch zur untersuchenden Fragestellung. Das, was Sie in Ihrer Forschungsfrage formulieren, das möchten Sie also am Ende in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit beantwortet haben. Stichwort beantwortet haben: Es ist durchaus auch gar nicht schlimm, wenn Sie am Ende der wissenschaftlichen Arbeit zur Erkenntnis kommen: “Ich konnte es vielleicht nicht, vielleicht auch nur teilweise beantworten.” Das zeugt, dass Sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt haben und auch in der Lage sind, entsprechend zu reflektieren, eine Grundvoraussetzung über wissenschaftliches Arbeiten. Wichtig ist aber dann, dass Sie am Ende Ihrer wissenschaftlichen Arbeit nicht nur schreiben: “Ich konnte die Forschungsfrage nicht beantworten”, sondern dass Sie auch kritisch reflektieren: WARUM konnten Sie jetzt die Forschungsfrage nicht beantworten? Lag es an Ihrer Methodik? Lag es an der Vorgehensweise? Lag es an der Literatur? Oder lag es vielleicht auch an der Themenstellung oder Fragestellung selber, dass diese einfach zu komplex, zu kompliziert war? In der Regel wird es so sein, dass Sie eine Hauptfrage haben, und gegebenenfalls auch mehrere Zusatzfragen, mehrere Zusatzfragen, die dann auch wiederum zur Beantwortung der Hauptfrage dienen. Sie können aber auch mehrere Hauptfragen in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit haben. Wichtig ist, dass Sie sich am Anfang wirklich intensiv beschäftigen mit dieser Formulierung der Fragen. Machen Sie einfache Fragen, machen Sie nicht zu komplexe Fragen, und überlegen Sie immer: Bin ich in der Lage, diese Hauptfragen, diese Hauptforschungsfragen auch in meiner wissenschaftlichen Arbeit zu beantworten? Weil wenn Sie gleich, am ANFANG, gleich zu Beginn Ihrer wissenschaftlichen Arbeit zur Erkenntnis kommen: Ich bin gar nicht in der LAGE, diese Hauptfrage oder diese Hauptfragen zu beantworten, dann sollten Sie sich auch andere Fragen überlegen, oder gegebenenfalls Fragen anders formulieren. Am Ende steht also, ich habe es schon angedeutet, die Beantwortung der Hauptfrage, beziehungsweise der Zusatzfragen. Und das geschieht in der Regel dann auch in der Schlussfolgerung, im Fazit der wissenschaftlichen Arbeit.

Hypothese aufstellen – was wichtig zu wissen ist

Wenn Sie dann die Forschungsfrage formuliert haben, leitet sich AUTOMATISCH hieraus die Hypothese ab. Nun, was ist eine Hypothese? Eine Hypothese ist eine Annahme über eine Situation, eine Annahme über ein Fakt. Und diese Hypothese, die bedarf einer Begründung. Das heißt, Sie gehen davon aus, dass ein gewisser Zusammenhang, ein postulierter Zusammenhang, in der Regel zwischen zwei Faktoren, gegeben ist, und SIE prüfen, Stichwort These, Antithese, innerhalb Ihrer wissenschaftlichen Arbeit, ob dieser Zusammenhang gegeben ist, oder ob er nicht gegeben ist. Und im Rahmen dieser Prüfung, im Rahmen diese Beantwortung, dieser Verifizierung, wie man sie auch nennt, beantworten Sie DANN auch automatisch Ihre Forschungsfragen. Bei der Hypothese steht am Ende also nicht die Beantwortung der Hypothese, weil eine Hypothese können Sie nicht beantworten, Sie können Sie nur verifizieren. Das heißt am Ende, Sie verwerfen die Hypothese, sagen also: “Die Hypothese trifft nicht zu. Ich habe im Rahmen meiner Forschungen festgestellt: Die Hypothese passt nicht”, oder Sie bejahen sie, bestätigen die Hypothese. Hypothesen kürzen Sie in der Regel mit H ab, teilweise gibt es auch eine H0, ein bestätigter Zusammenhang, dem gegenüber Sie andere Hypothesen, also die H1 H2, H3, … Hn dann stellen. Und ganz zum Schluß Ihrer wissenschaftlichen Arbeit, im Rahmen der Schlussfolgerung, steht dann, wie gesagt, die Verifizierung der Hypothese, die Prüfung der Hypothese, so dass das Ende Ihrer wissenschaftlichen Arbeit sich IMMER aus der Beantwortung der Forschungsfrage und der Prüfung der Hypothese zusammensetzen wird.

Für welche Arten von wissenschaftlichen Arbeiten werden Hypothesen und Forschungsfragen benötigt?

Jetzt werden Sie vielleicht fragen: “Brauche ich denn IMMER eine Hypothese? Habe ich IMMER eine Hypothese? Habe ich immer eine Forschungsfrage?” Das ist unterschiedlich. Das hängt auch vom Inhalt Ihrer wissenschaftlichen Arbeit ab, und hängt auch davon ab: Schreiben Sie jetzt beispielsweise eine Bachelor- oder eine Masterarbeit? In Masterarbeiten findet man vielfach Hypothesen, in Bachelorarbeiten beispielsweise nicht unbedingt, aber auch das ist nicht ausgeschlossen. Man kann es vielleicht vereinfacht so formulieren: Forschungsfragen haben Sie immer. Forschungsfragen haben Sie in jeder wissenschaftlichen Arbeit, und Hypothesen haben Sie nur dann, wenn Sie eine weiterführende wissenschaftliche Forschung betreiben, die zum Beispiel auch dann noch eine empirische Prüfung im Rahmen Ihrer wissenschaftlichen Arbeit erfährt. DANN können Sie zusätzlich aus der Forschungsfrage noch Hypothesen ableiten.

Was lässt sich zusammenfassend zu Hypothesen & Forschungsfragen sagen?

Zusammenfassend sei also formuliert: Sie brauchen auf jeden Fall eine Forschungsfrage. Eine Forschungsfrage, die eine zu untersuchende Fragestellung prüft, gegebenenfalls nochmal unterteilt ist in Zusatzfragen, und dann im Laufe der wissenschaftlichen Arbeit beantwortet wird, eine Beantwortung findet, und dann in der Schlussfolgerung nochmal zusammengefasst wird. Eventuell wird Ihre Forschungsfrage, Ihre Forschungsfragen, durch eine Hypothese ergänzt, die den Bedarf an einer Begründung hat. Hypothese definiert als postulierter Zusammenhang zwischen zwei Faktoren, die dann verifiziert wird, also bejaht oder abgelehnt wird.

So viel zum Thema Hypothese versus Forschungsfrage. Sie sehen also: Ein wichtiger Aspekt innerhalb Ihrer wissenschaftlichen Arbeit, und ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung.


Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen bei Ihrer wissenschaftlichen Arbeit! Wenn Sie noch offene Fragen haben, Unterstützung vom akademischen Ghostwriter benötigen oder etwas anmerken möchten, können Sie gerne unser Kontaktformular nutzen oder ein Kommentar hinterlassen!