Literaturrecherche Bachelorarbeit

Literaturrecherche – 3 Quellen, die wirklich helfen

Der Abgabetermin Deiner Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Hausarbeit rückt immer näher und auf Deinem Schreibtisch vermehren sich die Bücherstapel? Alleine die Hälfte davon zu lesen würde mehr Zeit kosten, als Du hast und es steht noch nicht eine Zeile auf dem Blatt? Keine Sorge! Das ist ganz normal. Leider bringt einem niemand bei, wie man schlau mit Literatur umgeht. Aber Literaturrecherche lässt sich lernen. Hier erfährst Du, wie Du Dir eine Menge Zeit und Arbeit sparst.

1.Die Einführung ist Dein Wegweiser bei der Literaturrecherche

Auch, wenn es erst einmal langweilig klingt: Eine gute und aktuelle Einführung ist bereits die halbe Arbeit. Klar, große wissenschaftliche Erkenntnisse kannst Du von ihr nicht erwarten, und Einführungen als Quellen zu zitieren kommt nicht bei jedem Professor gut an. Deshalb ist man oft versucht, die Einführung zu skippen: Ist es nicht viel besser gleich in das relevante Material abzutauchen? Falsch!

Warum die Einführung bei der Literaturrecherche wichtig ist: Eine gute Einführung erklärt nicht nur ein Forschungsgebiet, sondern gibt vor allem auch Überblick über die Themen, die noch umstritten sind und diskutiert werden. Das erspart Dir, Dich selbst durch zahllose Monographien durchzuwälzen und Dir zu jedem davon Deine eigene Meinung bilden zu müssen. Das kann man für eine Doktorarbeit machen, aber es ist ein viel zu hoher Anspruch für eine normale Seminararbeit oder Bachelor- oder Master Thesis. Finde also in der Einführung den aktuellen Forschungsstand und setze dort an. Die Literaturhinweise zu den jeweiligen Themen zeigen Dir, was lesenswert ist, und was Du einfach weglassen kannst.

Worauf Du bei der Einführung achten solltest: Natürlich muss die Einführung wissenschaftlich und aktuell sein. Oft haben die Dozenten dazu eine Empfehlung in ihren Unterlagen. Achte auf das Publikationsdatum und google, wer der Autor ist. Auch Amazon-Rezensionen verraten oft, ob die Einführung ein anerkanntes Standardwerk ist. Das ist der erste Schritt für eine erfolgversprechende Literaturrecherche!

2. Eine Zeitschrift hilft Dir zu Deinem Thema

Du hast nun einen Überblick über das Thema, aber stehst irgendwie immer noch vor dem Problem wie die Kuh vor dem Scheunentor? Keine Panik! Den Kern Deiner Arbeit konkret auf den Punkt zu bringen, ist eine der schwersten Hürden beim Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten – jedoch hilft dir eine Zeitschrift aus Deinem Themengebiet dabei. Mit schlauer Literaturrecherche geht der Rest danach oft wie von selbst.

Warum die Zeitschrift bei der Literaturrecherche hilft: In der Zeitschrift findest Du die wissenschaftlichen Vorbilder für Deine Arbeit. Du sollst ja einüben, selbst eines Tages theoretisch zur Forschung beitragen zu können. Deshalb sind wissenschaftliche Artikel Deine allerbesten Sparring-Partner. Du möchtest eine Arbeit über Eisbären schreiben? Google nach der Zeitschrift für Polarforschung! Suche in den Archiven nach dem neuesten Artikel, der sich ebenfalls mit Eisbären beschäftigt. Finde heraus, wie Du Zugang erhalten kannst. Vielleicht gibt es ihn online oder in Deiner Bibliothek? Dann lies ihn aufmerksam: Bist Du einverstanden mit dem, was der Autor schreibt? Fehlt Dir ein wichtiger Gesichtspunkt? Fragst Du Dich, wie die aufgestellte These mit etwas anderem zusammenstimmt, was Du gelernt hast? Bingo! Du hast die konkrete Fragestellung Deiner Arbeit. Formuliere sie aus und stelle einen Plan auf, der Dir sagt, was Du zur Beantwortung benötigst. Herzlichen Glückwunsch!

Worauf Du bei Zeitschriften achten solltest: Wissenschaftliche Artikel beleuchten sehr kleine und konkrete Teilgebiete Deines Forschungsgebiets und vertreten eigene, neue Thesen. Das ist klasse, um sich selbst an ihnen abzustoßen, doch sie stellen keine anerkannten Lehrmeinungen dar. Du solltest Dich in dem Themengebiet soweit auskennen, dass Du die wissenschaftliche Position des Artikels einordnen kannst. Lies‘ dazu die Einführung!

3.Die Monographien sind die Zutaten zu Deinem Gericht

Es ist soweit! Du hast einen groben Überblick über Dein Themengebiet und weißt, worüber Du schreiben möchtest. Aber vor Dir steht der unendliche Stapel an schweren, jedoch bestimmt schrecklich relevanten Monographien wissenschaftlicher Geistesgrößen. Musst Du die alle von vorne bis hinten durchlesen? Die geheime Antwort ist: Nein. Musst Du nicht. Wenn Deine Literaturrecherche clever ist, weißt du bereits, was sie sagen.

Die Vorteile von Monographien: Die Monographie ist der Faden für Deinen Webteppich und die Tomate für Deine Nudelsoße. Sie bietet Dir Substanz und etwas, womit Du arbeiten kannst. Aber Du nimmst aus ihr nur, was du brauchst, nicht mehr. Lies‘ eventuell im Internet Rezensionen, Bewertungen oder Kommentare. Lies‘ die Einleitung, den Schluss und den Klappentext. Blättere darin rum (Achtung, stell den Timer auf 30 Minuten) und verschaffe Dir einen Überblick. Dann kannst Du die Monographie einordnen: War es das erste Werk, das eine relevante These aufgestellt hat? Die Verteidigung einer heiß diskutierten Gegentheorie? Ein Lehrwerk, aus dem Du die wichtigsten Basisfakten wiedergeben kannst? Sobald Du Bescheid weißt, was Du von ihr willst, finde die Seite, den besten Satz und das wichtigste Argument dazu. Mehr brauchst Du nicht. Wenn Du den Verlauf und die Geschichte der Forschung in Deinen eigenen Worten und Gedanken darstellst, und dies dann mit dem jeweils relevanten Zitat belegst, füllen sich Deine Seiten wie von selbst.

Was Du bei Monographien beachten solltest: Abgesehen davon, dass Monographien entsetzliche Zeitfresser sind, solltest Du bedenken, dass die Zutaten allein noch kein Gericht ergeben. Heißt: Nur wiederzugeben, was in einem Buch steht, ist oftmals nicht genug für eine wissenschaftliche Arbeit. Du musst selbst etwas Eigenes hinzufügen. Aber keine Angst: Dein 10-Seiten-Essay soll nicht die bisherige Forschungswelt auf den Kopf stellen. Geh‘ nur einen kleinen Schritt weiter. Viel Glück!
Richtige Literaturrecherche kann viel Zeit ersparen. Die Einführung sagt Dir, wo Du ansetzen musst und was Du weglassen kannst. Der aktuelle Artikel ein einer Zeitschrift macht aus Deiner vagen Vorstellung einen konkreten Plan – und aus den Monographien baust Du Dir geschickt Dein eigenes Werk. So geht das Schreiben fast von selbst!


Ich wünsche Dir gutes Gelingen bei Deiner wissenschaftlichen Arbeit! Wenn Du noch offene Fragen hast, Unterstützung vom akademischen Ghostwriter benötigst oder etwas anmerken möchtest, kannst Du gerne unser Kontaktformular nutzen oder ein Kommentar hinterlassen!