Promotionsberatung Ghostwriting Unterschied

Promotionsberatung & Ghostwriting – Was sind die Unterschiede?

Das Schreiben einer Dissertation beginnt, im Gegensatz zu fast allen anderen zu schreibenden Haus- und Abschlussarbeiten, nicht mit der Recherche und dem Notieren erster Stichpunkte – eine Dissertation erfordert eine weitaus größere Vorbereitungszeit, da vor allem auch bürokratische Herausforderungen gemeistert werden wollen. Wenn Du Dich also auf eine Promotion vorbereiten willst, bietet sich eine umfassende Promotionsberatung an, die z. B. von einigen Ghostwriting-Agenturen angeboten wird. Hierbei muss jedoch explizit zwischen Ghostwriting und Promotionsberatung unterschieden werden.

Was ist Ghostwriting?

Ghostwriting stellt eine Dienstleistung dar, die das Schreiben von Texten umfasst, deren ursprünglicher Verfasser – der Ghostwriter – anonym bleibt, während der Auftraggeber den Text unter eigenem Namen weiterverwendet. Dies ist, entgegen gängiger Meinungen, rechtlich nicht zu beanstanden: Erst wenn die erstellte textliche Vorlage zur Vortäuschung einer Prüfungsleistung verwendet wird, verstößt der Einreichende gegen die Hochschulordnung. Es spricht jedoch nichts dagegen die Doktorarbeit eines Ghostwriters als eine Mustervorlage und Denkanstoss zu verwenden

Zum Ghostwriting gehört außerdem die Recherche bzw. das Zusammentragen von Informationen für den Kunden, sodass dieser nicht nur den gelieferten Text, sondern auch ein umfassendes Kontextwissen geliefert bekommt – hier aber bezogen auf das jeweilige Thema, zu dem er beauftragt hat. Außerdem gibt es weitere Alternativen zum akademischen Ghostwriting, die solche Dienstleister auch anbieten.

Was ist eine Promotionsberatung?

Um eine Doktorarbeit zu schreiben, kann in den meisten Fällen nicht einfach ein Auftrag an einen Ghostwriter erteilt werden. Eine Doktorarbeit erfordert, dass Du zunächst einige bürokratische Hürden meisterst: Du musst z. B. einen betreuenden Professor finden. Das ist nicht so einfach wie bei einer Haus- oder Abschlussarbeit, weil die Doktorarbeit im Schnitt über mehrere Jahre betreut wird, viel Zeit erfordert und eine längerfristige Bindung darstellt – davor scheuen viele zurück. Du musst außerdem die formalen Voraussetzungen klären, um vom Promotionsausschuss angenommen zu werden – hierfür wird in Zusammenarbeit mit dem Betreuer ein Antrag gestellt. Natürlich kannst Du das meiste davon googlen und Dir Deine Informationen selbst zusammensuchen, die Promotionsberatung bietet allerdings mehr Komfort.

Bei einer Promotionsberatung wirst Du von z. B. einer Agentur mit einem promovierten Wissenschaftler zusammengebracht, der eventuell selbst als Dozent und/oder Doktorvater tätig ist und um die Hürden weiß, die Du überwinden musst. Der Promotionsberater hilft Dir dabei, dein Vorhaben strukturiert anzugehen. Er begleitet dich bei den verschiedenen Schritten, d. h., er hilft Dir bei der Auswahl des Studienstandortes, sucht mit Dir einen Fachbereich aus und ersetzt Dir mit seinem Know-how den Umstand, in mühsamer Kleinarbeit alles über Google zu suchen.

Als Ansprechpartner steht Dir der Promotionsberater auch dann zur Seite, wenn es darum geht, dass Du Dich auf das Bewerbungsgespräch vorbereitest. Er erklärt Dir, wie Du nicht nur Dich gut verkaufst, sondern vor allem dein Forschungsvorhaben. Und natürlich ist es so, dass der Promotionsberater aus Deinem Fachbereich kommt: Er kennt und versteht Dein Thema, sodass er dich zum einen auf wichtige Studien aus diesem Bereich hinweisen kann, zum anderen kann er Dir aber auch sehr schnell sagen, ob Dein Vorhaben so überhaupt umsetzbar ist – oder eben nicht. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, hilft er Dir dabei, den Schwerpunkt zu verlagern, einen anderen Fokus zu finden oder entwirft einen Plan, der in Deine Richtung geht und wissenschaftlich einen Mehrwert bietet.

Warum brauchst Du eine Promotionsberatung?

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, um zu promovieren: Du kannst Deine Doktorarbeit im Alleingang bzw. unter der Betreuung eines Doktorvaters schreiben oder du entscheidest dich für ein strukturiertes Promotionsprogramm. Hier gibt es verschiedene Graduiertenkollegs u. Ä., welche Dir die Möglichkeit bieten, innerhalb eines Studienprogramms zu promovieren: Du hast Kolloquiums, bei denen Du anderen Promovierenden Dein Forschungsvorhaben vorstellen kannst, Du hast Seminare zu qualitativen und quantitativen Methoden und du hast Ansprechpartner, die dasselbe durchlaufen und zumindest in Teilen wissen, worum Du dich kümmern musst.

Normalerweise wäre es hier die Aufgabe der Graduiertenkollegs – bzw. im Alleingang die Aufgabe Deines Dozenten – helfend einzugreifen und Dich in Deinem Vorhaben zu unterstützen, genauso wie es bei Hausarbeiten die Aufgabe Deiner Dozenten wäre, Dir das richtige Zitieren etc. beizubringen. Wenn es dann aber darauf ankommt, fühlt sich kaum ein Dozent zuständig, denn gerade jüngere Dozenten, die angehalten sind, ihr Wissen weiterzugeben, beschäftigen sich eher damit, eine Publikation um die andere zu schreiben, sodass sie für Dich wenig Zeit haben. Hier greift die Promotionsberatung der Agenturen: Sie setzt dort an, wo Deine Dozenten aufhören und füllen die Lücke, die dadurch entsteht. Wenn Du einen externen Promotionsberater beauftragst, ist es seine Aufgabe, Dich zu unterstützen und da Du ihn dafür bezahlst, hast Du die Sicherheit, dass er sich tatsächlich nur auf Dich konzentriert und Dich zum Ziel führt.

Eine Promotionsberatung ist also nichts anderes, als ein Taxi zu bestellen, wenn sonst keiner Zeit oder Lust hat, Dich von A nach B zu fahren.

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