Ghostwriter Seminararbeit Schreiben Tipps

Seminararbeit schreiben – 5 strategische Tipps für smarte Studenten

Oft ist das Schreiben einer Seminararbeit überfordernd. Das Thema so breit, dass gleich eine Bachelorarbeit verfasst werden könnte und die Zeit so knapp, dass sie selten für eine vertiefende Lektüre reicht.
Folgende strategische Tipps können Dir helfen, eine hervorragende Seminararbeit zu schreiben.

1. Pragmatische Themenwahl für die Seminararbeit

Besprich mit dem Seminarleiter ein genau eingegrenztes Thema ab. Das Thema sollte Dir leicht fallen und eine klare Aufgabe beim Schreiben Deiner Seminararbeit beinhalten. Es ist wenig hilfreich, wenn Du Dein Herzensthema bearbeiten möchtest, Dich aber dann in der Fülle der Materialien verstrickst. Genaus so hinderlich ist es, über ein Thema zu schreiben, welches Dir gar nicht liegt.

2. Erstellen eines Zeitplans beim Seminararbeit schreiben

Mach Dir Gedanken darüber, wie viel Zeit Du zum Seminararbeit schreiben aufwenden kannst und wie Du die Zeit nutzt. Das Verhältnis von Lesen und Schreiben ist meist 2:1. Plane für das Lesen mehr Zeit ein als für das Schreiben: Während des Lesens entwickeln sich die Gedankengänge, diese brauchen Zeit und nicht Zeitdruck. Halte Dich an den Plan. Es gibt immer mehr, was Du wissen könntest. Verwende die Informationen, die Du Dir im vorgesehenen Zeitraum erarbeitet hast. Plane die gleiche Zeit, die Du für das Schreiben der Seminararbeit eingeplant hast, für Korrekturen, Gegenlesen und Feedback ein. Daraus ergibt sich das Verhältnis: 2:1:1.

3. Literaturrecherche 1:3

Es ist wichtig, dass Du die Originalliteratur kennst. Fast noch wichtiger allerdings ist, dass Du weißt, wie diese besprochen wurde und wer was wann dazu gesagt hat. Das Verhältnis der Primär- und Sekundärliteratur beim Schreiben von Seminararbeiten steht zumeist 1:3.
Das bedeutet ein Close Reading des Originaltextes und ein Zusammentragen der passenden Stellen aus der Sekundärliteratur. Diese sollte so gewählt sein, dass sie einen möglichst breiten Zeitraum absteckt. Etwa ein bis zwei Bücher pro relevanter Epoche. Tipps zur Literaturrecherche findest du in diesem Artikel.

4. Der rote Faden beim Schreiben Deiner Seminararbeit

Richte Dir das Schreibdokument vor dem Schreiben nach den entsprechend erforderlichen formalen Kriterien ein.
Mache Dir währen der Literaturrecherche Notizen zu einer möglichen Gliederung Deiner wissenschaftlichen Arbeit. Ordne die gefundenen Textstellen den passenden Kapiteln zu.
Benenne den roten Faden. Wenn Du das nicht kannst, gibt es ihn noch nicht und er muss noch (vor der Texterstellung) entwickelt werden – er ist die Garantie dafür, dass Du nicht abschweifst und der Text logisch und für die Lesenden schlüssig nachvollziehbar geschrieben wird.

5. Seminararbeit schreiben in 4 Durchgängen

Vorab: Schaffe Dir ein angenehmes Arbeitsumfeld in welchem Du Dich gut konzentrieren kannst. Mache alle zwei Stunden eine kurze Pause vom Seminararbeit schreiben, in der Du Deinen Arbeitsort verlässt. Eine gute Gelegenheit, ein Glas Wasser zu trinken und kurz an die Luft zu gehen. Das befördert effizientes Arbeiten und ist ein gutes Mittel gegen Prokastination.

a) Verfasse zuerst die Kernaussage Deiner Seminararbeit. Diese befindet sich im Hauptteil der Arbeit. Es ist der schwierigste Teil. Damit stellst Du sicher, dass Du weißt, was Du sagen willst und es auch ausdrücken kannst. Von ihr ausgehend kannst Du dann die Herleitung bearbeiten, in der Du Deine Gedankengänge transparent darlegst. So gewährleistest Du, dass der von Dir verfasste Schluss für andere nachvollziehbar ist.
Das Prinzip ist: „We cross the bridge when we get there“. Erst wenn Du alles weißt, was Du erzählen willst – das bedeutet, erst wenn Du alles dargelegt/aufgeschrieben hast, weißt Du, worauf Du die Lesenden in der Einleitung Deiner Arbeit vorbereiten sollst.

b) Nun kann der Bearbeitungsdurchgang beginnen. Feile an Formulierungen und Übergängen. Finde passende Zitate, die den Text verschönern und personalisieren. Auch Darstellungen und Grafiken dürfen jetzt gesucht, erstellt und eingefügt werden.
Vielleicht findest Du Gedankengänge, die nicht schlüssig sind. Ein Text ist keine Betonwand sondern ein Gefüge, das verändert werden kann. Scheue Dich nicht, Sachen wegzulöschen und Absätze zu verschieben.
„Kill your Darlings“ – auch wenn Du an Zitaten oder entwickelten Gedankengängen hängst – tragen sie nicht zum Verständnis bei, streich sie raus. Das zu erreichende Ziel ist Verständlichkeit und Kompaktheit des Textes.

c) Gib erst an diesem Punkt die Arbeit zum Gegenlesen ab. Es ist verwirrend und wenig hilfreich, das während des Schreibprozesses zu tun. Kommentare von außen verstärken die Unsicherheit. Und jede Person bringt eine eigene Meinung. Hol Dir mehrere Rückmeldungen und wäge sorgsam für Dich ab, welche Kritikpunkte eingearbeitet werden sollen und welche für Dich wenig Sinn machen. Ein professionelles Lektorat Deiner Seminararbeit ist an dieser Stelle empfehlenswert. Taucht ein Kritikpunkt öfter auf, solltest Du das ernst nehmen und Dir die betreffende Stelle nochmals ansehen. Merke: Nur konstruktive Kritik ist gute Kritik.

d) Nun kommt die Korrektur. Diese beinhaltet sowohl Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck wie auch die Einhaltung formaler Kriterien (Zitierweise, Literaturangaben). Oft ist es mühsam, seinen eigenen Text noch einmal dahingehend zu kontrollieren. Diese Arbeit kann von einem Kommilitonen oder Kommilitonin oder externem Lektorat Service übernommen werden. Der Vorteil dabei ist, dass Du so auch ein Feedback bekommst, ob die von Dir entwickelten Thesen funktionieren und das verstanden wird, was Du ausdrücken wolltest.


Wenn Du noch offene Fragen hast, Hilfe von einem akademischen Experten benötigst oder etwas anmerken möchtest, kannst Du gerne unser Kontaktformular nutzen, uns anrufen oder ein Kommentar hinterlassen!