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7 vermeidbare Fehler, die Dich den Erfolg bei Deiner Thesis kosten

Zu Anfang des Studiums hast Du Dir das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten einfacher vorgestellt:

Bei einer Tasse Kaffee sitzt Du gemütlich mit Deinem Professor an seinem Bürotisch. Draußen zirpen die Blaumeisen, drinnen wird über den letzten Sommerurlaub geplaudert. Ganz nebenbei schlägst Du Deinem Professor ein Thema für Deine Bachelorarbeit vor. Er klatscht vor Begeisterung in die Hände und erzählt Dir, dass seine Lieblings-Publikation genau diese Thematik bearbeitet hat. Mit einem großen Grinsen im Gesicht und eingeklemmtem Laptop unter dem Arm gehst Du daraufhin zur Bibliothek. Tippelst ein bisschen auf Deiner Tastatur. Fertig ist das wissenschaftliche Meisterwerk.

Ha, schön wär’s! Spätestens nach der ersten unbeantworteten Email an Deinen Professor wird Dir bewusst, dass die Wirklichkeit ganz anders aussieht und weitaus problematischer ist.

Leider habe ich keinen Zaubertrank für Dich, der Probleme beim Bachelorarbeit schreiben gänzlich löst. Trotzdem gibt es einige Zutaten, die das Süppchen flau im Magen liegen lassen und die Du definitiv meiden solltest.

Diese Zutaten, die schlimmsten Fehler bei Abschlussarbeiten, habe ich hier für Dich zusammengestellt… und Tipps, wie Du sie meiden kannst:

1. Du holst Dir kein Feedback ein

Du willst Deinen Professor sicherlich nicht mit simplen Fragen nerven. Er hat schließlich “Besseres” zu tun. Und außerdem hast Du sowieso ein wissenschaftliches Meisterwerk erarbeitet. Dein Prof wird gar nicht anders können, als Deine Thesis mit einer dicken 1,0 zu bewerten. Was soll denn schon schief gehen?

Die Antwort: Ganz schön viel.

Du schreibst am Thema Deiner Bachelorarbeit vorbei. Nutzt Literatur, die schon lange widerlegt wurde. Und wo ist überhaupt der rote Faden in Deiner wissenschaftlichen Arbeit? Die Liste lässt sich endlos weiterführen..

Daher: Spring’ über Deinen Schatten und besuche Deinen Professor in seinen Sprechstunden.

2. Deine Thesis ist falsch formatiert

Dein Professor liest viele, sehr viele wissenschaftliche Arbeiten in seinem Leben.

Daher solltest Du ihm das Lesen Deiner Thesis so angenehm wie möglich gestalten. Dazu gehört zum Beispiel, dass Du eine Schriftart nutzt, der nicht nach 10-minütigem Lesen pochende Kopfschmerzen bereitet und Deine Seiten mehr Text beinhalten, als überhaupt möglich ist.

Aus Selbstschutz haben die meisten Professoren Formatvorlagen oder Merkblätter veröffentlicht. Wenn Du keine Formalia finden kannst, frage nach oder nutze Formatvorlagen anderer Universitäten.

Nichts ist schlimmer, als wertvolle Punkte für falsche Formatierungen zu verschenken.

3. Du formulierst keine konkrete Fragestellung

Du kannst die fundierteste wissenschaftliche Arbeit Deines Jahrgangs schreiben, das Erbe Deiner Großmutter in teure Studien investieren und Erkenntnisse berühmter Nobelpreisträger widerlegen.

All das wird Dich trotzdem durchfallen lassen, wenn Du am Thema Deiner Thesis vorbei schweifst.

Damit das nicht passiert, solltest Du Deine Fragestellung so klar wie möglich formulieren. Bespreche sie mit Deinem Betreuer und stelle sicher, dass Ihr Euch einig seid

  • was die Arbeit beinhalten soll
  • was sie nicht beinhalten soll
  • ob die Fragestellung für diese Zwecke klar formuliert ist.

4. Du bist schludrig mit Quellenangaben

Wie schlimm und böse das Plagiieren ist, wirst Du schon zu Genüge mitbekommen haben. Die Plagiatsaffären von Silvana Koch-Mehrin, Annette Schavan und Karl-Theodor zu Guttenberg sind prominente, jedoch auch extreme Beispiele für die Konsequenzen des Plagiierens. Einen großen Teil ihrer Dissertationen haben diese Politiker sich von anderen wissenschaftlichen Arbeiten geklaut.

Was vielen Studenten nicht bewusst ist: Du plagiierst bereits, wenn Du eine einzige Stelle Deiner Thesis nicht mit ihrer Quelle versiehst.

Das muss nicht mit Absicht geschehen sondern ein Versehen sein. Trotzdem wird die elektronische Plagiatsprüfung Deiner Universität Dich als Plagiator enttarnen.

Prüfe daher jeden einzelnen Paragraphen und Satz auf die richtige Markierung genutzter Quellen. Oder lasse deine Arbeit durch Dritte auf Plagiate prüfen.

5. Du verwendest zweitklassige Quellen

Wenn ich eine Sache in meinen Jahren als Marketer bei GWriters gelernt habe, dann ist es diese: Erfolgreiche Autoren verbringen die meiste Zeit nicht mit dem eigentlichen Schreiben, sondern mit der Recherche.

Und das nicht ohne Grund.

Veraltete, minderwertige und unwissenschaftliche Quellen sind neben Plagiaten das Wundermittel Nr. 1 um ein dickes Nicht bestanden auf eine Thesis zu zaubern.

Prüfe immer, immer, immer jede Quelle auf ihre Aktualität und Seriosität.

6. Du planst keine Zeit für den Feinschliff ein

Mit Feinschliff meine ich zwei Dinge: Die Formatierung Deiner Thesis und das Lektorat.

Wer will schon eine Arbeit abgeben, die uneinheitlich formatiert ist und nur so vor Fehlern trotzt?

Wie viel Zeit Du tatsächlich für den Feinschliff Deiner Arbeit benötigst, liegt natürlich ganz an Dir. Wir bei Gwriters haben folgende Richtwerte anhand interner Studien ermittelt:

Formatierung
(formaler Aufbau der Arbeit)
Korrektorat
(Formatierung + Sprache & Grammatik)
Lektorat
(Korrektorat + Stilistik & fachlicher Inhalt)
durchschnittlicher Aufwand für Studenten 1-2 Tage 1-3 Tage 3-7 Tage
durchschnittlicher Aufwand für erfahrene Fach-Lektoren 0,5-1 Stunde 0,5-2 Stunden 3 Stunden – 1 Tag

 

7. Du speicherst keine Zwischenstände Deiner Thesis

Der Tipp ist sehr simpel und erscheint banal. Aber erst nachdem sich Microsofts Word mit einem eingefrorenen Bildschirm von Dir verabschiedet, realisierst Du, wie wichtig dieser scheinbar banale Ratschlag wirklich ist.

Ein einfacher Klick auf STRG+S (bei Apple-Rechnern CMD+S) nach jedem Abschnitt erspart Dir in vielen Fällen Nervenzusammenbrüche, verpasste Deadlines und die mentale Schnitzeljagd nach stundenlang erarbeiteten Formulierungen Deiner wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Die Rechte am Titelbild liegen bei Alex Proimos