Wissenschaftliche Arbeiten Gwriters Blog

Informationensammlung zu wissenschaftlichen Arbeiten

Unter einer wissenschaftlichen Arbeit wird ein Textformat verstanden, das an Bildungs- oder Forschungseinrichtungen obligatorischer Bestandteil der im curriculum vorgesehenen Prüfungs- und Studienleistungen ist. Wissenschaftliche Arbeiten sind damit zugleich Voraussetzung entsprechender akademischer Abschlussqualifikationen (Studienabschluss Bachelor- oder Masterstudiengang, Diplomarbeit, Dissertation u.a.).

Wissenschaftliche Arbeiten gehören als schriftliche theoretische oder empirische Arbeiten zu den Kernbestandteilen sowohl des grundständigen (Bachelorstudiengang) wie des konsekutiven (Masterstudiengang) Studiums an allen internationalen Hochschulen. Sie sind elementarer Bestandteil aller Teilleistungsbewertungen von Prüfungsanforderungen oder – im Fall von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten – unmittelbare Voraussetzung für den Hochschulabschluss. Als solche haben sie grundsätzlich den Standards der guten wissenschaftlichen Praxis zu entsprechen.

In diesem Artikel erhaltet Ihr Informationen zu den

  • einzelnen Formaten wissenschaftlicher Arbeiten
  • Wissenschaftlichen Qualitätskriterien
  • Leitfragen wissenschaftlicher Arbeiten
  • Elemente wissenschaftlicher Arbeiten
  • Zitierweisen und Zitierregeln

Formate wissenschaftlicher Arbeiten

“Wissenschaftliche Arbeit” ist generell der Oberbegriff für alle systematisch verfassten und argumentativ geschlossenen schriftlichen Ausarbeitungen, die den Kriterien der guten wissenschaftlichen Praxis genügen.

Ebenfalls generell und fächerunabhängig ist die Unterscheidung in theoretische und empirische Arbeiten. Theoretische Arbeiten sind Ausarbeitungen wissenschaftlicher Frage- und Problemzusammenhänge auf der Basis wissenschaftlicher Forschungsliteratur. Empirische Arbeiten greifen Ergebnisse praktischer Untersuchungszusammenhänge auf und stellen sie in den Kontext der fachlich einschlägigen Diskussion.

Die Unterschiedlichkeit der Formate wissenschaftlicher Arbeiten ergibt sich im internationalen Maßstab aus den Leistungsanforderungen der jeweiligen Fachbereiche und Fächerkulturen und gemäß des akademischen Studienfortschritts bzw. Qualifikationsniveaus. Demnach kann ebenfalls in genereller Hinsicht unterschieden werden zwischen wissenschaftlichen Arbeiten innerhalb des akademischen curriculums (Seminar- und Proseminararbeiten) und zwischen wissenschaftlichen Abschlussarbeiten, die das Hochschulstudium abschließen.

Gemäß dieser Unterscheidung werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu den wissenschaftlichen Arbeiten im Einzelnen gezählt:

wissenschaftliche Arbeiten im Studienverlauf
• Praktikumsbericht
Hausarbeit
Facharbeit
Seminararbeit
• Studienarbeit
• Forschungsbericht

wissenschaftliche Abschlussarbeiten
Examensarbeit
Diplomarbeit
Magisterarbeit
Bachelorarbeit
Masterarbeit
• Thesis
Doktorarbeit
• Habilitation

Besonders in den genannten wissenschaftlichen Abschlussarbeiten ist sog. akademisches Ghostwriting äußerst beliebt. Dies meint das Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten durch beauftragte Dritte, also “Geisterschreiber”. Dies geschieht diskret, sodass Studenten nach Auftragsschluss eine individuelle akademische Arbeit erhalten. Diese darf als Mustervorlage bei der Erstellung der eigenen Arbeit angewendet werden.


Wissenschaftliche Qualitätskriterien

Die grundlegenden Kriterien wissenschaftlicher Güte gelten sowohl für die wissenschaftlichen Arbeiten im Studienverlauf wie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Ausgenommen von der Dissertation und der Habilitation als Wissenschaftsbeiträgen mit spezifischen Forschungsanliegen wird von wissenschaftlichen Arbeiten generell verlangt,

• einen fachspezifischen Forschungsstand strukturiert und sachlich wiederzugeben
• die eigene Fragestellung methodisch zu begründen
• einen logisch kohärenten und argumentativ geschlossenen Darstellungsstil in fachsprachlicher Terminologie (Fachausdrücke) zu verwenden (verwendete Begrifflichkeiten müssen definiert werden)
• die wissenschaftlichen Zitierregeln einzuhalten.

Für Dissertation und Habilitation gilt über diese Kriterien hinaus der Anspruch, mit der wissenschaftlichen Abschlussarbeit einen kritischen und innovativen Beitrag in einem ausgewiesenen Forschungsfeld zu erbringen.


Bewertungskriterien wissenschaftlicher Arbeiten

Wissenschaftliche Arbeiten unterliegen je nach Fachrichtung und Qualifikationsebene unterschiedlichen Bewertungskriterien. Durch Abstimmungen mit dem Gutachter der Arbeit (Lehrstuhlinhaber oder Assistent) lassen sich inhaltliche Schwerpunkte für die Ausarbeitung bereits im Vorfeld klären. Eine Selbstkontrolle im Ausarbeitungsprozess kann darüber hinaus helfen, Optimierungen im wissenschaftlichen Format der Arbeit zu prüfen und gegebenenfalls nachzubessern.

Bewertet werden wissenschaftliche Arbeiten in der Regel nach folgenden Kriterien:

  • Wird durch die Arbeit ein wissenschaftlicher Erkenntnisstand zutreffend und kritisch referiert?
  • Berücksichtigt der Argumentationszusammenhang den aktuell(st)en Forschungsstand (Literaturquellen)?
  • Ist der Praxisbezug oder die Theorierelevanz des Beitrags erkennbar?
  • Entspricht der gewählte Forschungsansatz dem Problemgegenstand?
  • Werden die Hypothesen der Arbeit stringent in Einleitung, Hauptteil und Fazit verfolgt und ausgewertet (‚roter Faden‘)?
  • Sind die wesentlichen Ergebnisse methodisch adäquat und präzise genug formuliert?
  • Leistet die Arbeit einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion des abgesteckten Problemfelds?

Elemente wissenschaftlicher Arbeiten

Eine länderübergreifende Normierung für die Bestandteile wissenschaftlicher Arbeiten existiert nicht. Unabhängig vom Format haben sich jedoch einheitliche Standards für die Anlage und formale Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten durchgesetzt.
Wissenschaftliche Arbeiten im Studienverlauf (Hausarbeit, Seminararbeit) sollten standardmäßig folgende Bestandteile aufweisen:

  • Deckblatt (Titelblatt)
  • ggf. Vorwort
  • Ausführliches Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Zusammenfassung
  • Literaturverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Selbstständigkeitserklärung (ehrenwörtliche Erklärung)

Zitierweisen und Zitierregeln

Richtiges Zitieren ist ein grundlegendes Merkmal wissenschaftlicher Arbeiten. In Abhängigkeit von den Vorgaben der jeweiligen Fachrichtung bzw. des Fachdozenten finden im deutschen Sprachraum zwei unterschiedliche Zitierweisen Verwendung. Ihre einheitlicher und konsequenter Gebrauch sichert die formale Gültigkeit und gute formale Bewertung der eingereichten Arbeit. Grundsätzlich unterschieden wird zwischen amerikanischer und deutscher Zitierweise.

Bei der vor allem in den Naturwissenschaften üblichen amerikanischen Zitierweise (auch Harvard-System) werden Quellenbelege als Kurznachweise unmittelbar nach direkten oder indirekten Zitaten angeführt in der Form (Autorname Jahr: Seite). Die kompletten bibliografischen Angaben der zitierten Titel werden nur im Literaturverzeichnis aufgeführt.

Bei der deutschen Zitierweise, die in vielen geisteswissenschaftlichen bzw. hermeneutisch ausgerichteten Fächern üblich ist, erfolgen die Quellennachweise und Diskussionen der Zitate in teilweise sehr ausführlichen Fußnotentexten. Üblicherweise werden die bibliografischen Angaben im Fußnotentext bei Erstnennung vollständig, bei wiederholter Nennung abgekürzt zitiert.

Mit der fortgeschrittenen Digitalisierung wissenschaftlicher Arbeiten in internetbasierten Plattformen haben sich verbesserte Möglichkeiten der Recherche für fachliterarische Quellen und Beiträge ergeben. Gleichzeitig sind neue und komplexere Zitierregeln für konventionelle und elektronische Medien entstanden. Generell empfehlenswert ist es, im Vorfeld der Ausarbeitung der Arbeit den betreuenden Dozenten bzw. Gutachter zur korrekten Zitierweise zu konsultieren. Auch fachbereichsspezifische Leitfäden und Merkblätter (häufig vom Prüfungsamt der Hochschulen herausgegeben) helfen, die verwendete Zitierpraxis abzusichern.


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